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bewerkstelligt werden, indem der Benutzer durch eine Art Brille schaut, hinter der die Realität noch erkennbar ist (s.
Abb. 2.4). Der Unterschied zu einer echten Brille besteht darin, dass die Gläser eigentlich halb transparente Spiegel
sind, auf die in einem bestimmten Winkel das Computerbild projiziert wird. Durch unterschiedliche Projektionen auf
die jeweiligen Spiegel kann auch hier eine Tiefensicht erzielt werden, so dass die virtuellen Objekte sich
dreidimensional in das Sichtfeld des Benutzers einfügen. Anhand der Skizze in Abb. 2.5 wird das ersichtlich wie die
sogenannten optischen Durchsichtbrillen funktionieren.
Eine andere Möglichkeit ein Durchsicht-System zu realisieren ist die sogenannte Direktprojektion. Dabei wird
mittels eines Lasers das zu erzeugende Bild direkt auf die Netzhaut gezeichnet. Ein Vertreter dieser Technologie ist das
NOMAD Augmented Vision System, das von Microvision [Mvis] angeboten wird. Möchte man dieses System zu
erschwinglichen Preisen erwerben, ist die bis jetzt leider nur für monochrome und monoskopische (nicht
dreidimensionale) Sicht möglich. Denn ein System, das diese Einschränkungen nicht hat, gibt es zwar bereits ist aber
sehr kostspielig. Hinzu kommt, dass selbst das monoskopische System mit 502g nicht sehr leicht zu tragen ist und es
noch Probleme durch unkontrollierbare Augenbewegungen gibt [Salb03]. Dennoch besticht das System durch eine hohe
Helligkeit und einen starken Kontrast.
Der Vorteil von Durchsicht-Systemen liegt vor allem darin, dass der Benutzer bei dem, was er von seiner realen
Umgebung sieht, sicher sein kann, dass sie unverfälscht ist. Dies kann bei einem Videosicht-System indes nicht
garantiert werden. Bei heiklen Anwendungsgebieten, wie beispielsweise in der Medizin kann aber ein falsches Bild der
Realität fatale Folgen haben.
3
Hardwarekomponenten der AR-Systeme
Nachdem die verschiedensten Möglichkeiten vorgestellt wurden Erweiterte Realität darzustellen, soll im Folgenden
erläutert werden, welche Technik hinter diesen Systemen notwendigerweise steckt und welche Hardwarekomponenten
für die spezifischen Realisierungen gebraucht werden.
3.1
Bildgebende Komponenten
Die bildgebenden Komponenten sind letztendlich dafür verantwortlich, wie der Betrachter die Erweiterte Realität
wahrnimmt, sofern es sich um eine visuelle AR handelt. Im Grunde wurden sie in Abschnitt 2 erschöpfend erläutert, da
der Hauptunterschied zwischen den AR-Systemen neben ihrer Mobilität in ihrer Darstellung der Erweiterten Realität
besteht.
Abb. 2.5.: Skizze über Erweiterte Realität mit Durchsicht HMD-Systemen
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