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2.2
Kopfgetragene Systeme (HMDs)
Im Grunde ist die Idee, dem Benutzer
Erweiterte Realität direkt vor, oder gar in den
Augen darzustellen aus der Virtuellen Realität
entlehnt (vgl. Abb.: 2.2). Deswegen sehen
diese Systeme auf den ersten Blick auch
denen der VR sehr ähnlich: die bildgebenden
Bestandteile sind entweder in Helme oder
brillenartige Gestelle eingebaut. Doch im
Gegensatz zu diesem Vorbild, in dem nur eine
Realität (die virtuelle) dargestellt werden
muss, liegt in den AR Systemen immer noch
die Schwierigkeit den Abgleich zwischen den
beiden Realitäten glaubhaft und nutzbar zu
machen. Dabei stellen die kopfgetragenen AR
Systeme (Abk.: HMDs engl.: head-mounted displays) eine der schwierigeren AR-Realisierungen dar, da der
Benutzer nie außer Acht gelassen werden darf. Aus dieser Problematik heraus haben sich zwei grundlegende Arten von
HMDs entwickelt: Video- und Durchsicht-HMDs.
2.2.1 Kopfgetragene Videosicht-Systeme
Mit Video-HMDs sieht der Benutzer die reale Umgebung, wie sie von zwei Videokameras aufgenommen wurde.
Diese Kameras sind in Augenhöhe an einem Helm oder wie es inzwischen auch möglich ist an eine Brille montiert.
Die Sicht ist vollständig abgeschlossen, so dass der Betrachter die Realität nur durch seine Bildschirme im Helm bzw.
der Brille wahrnehmen kann. Ein dreidimensionaler Tiefeneffekt kann hier erzeugt werden, indem auf den einzelnen
Bildschirmen ein für das jeweilige Auge bestimmtes Bild dargestellt wird, das von der entsprechenden Kamera
aufgenommen wurde. Die Fusion zwischen der echten Umgebung und der virtuellen wird realisiert, indem über die
digital gespeicherten Kamerabilder von einem Computer die entsprechenden Bilder gerendert werden. Abb. 2.3
verdeutlicht wie AR mit Videosicht funktioniert. Die digital gespeicherten Bilder können anschließend als weitere
Informationsquelle genutzt werden, wenn es beispielsweise darum geht bestimmte virtuelle Objekte über reelle zu
rendern, sofern diese wiedererkannt werden.
2.2.2 Kopfgetragene Durchsicht-Systeme
Im Gegensatz zu den Video-HMDs wird bei dieser Methode der
freie Blick des Benutzers auf die echte Umgebung nicht vollkommen
genommen, sondern lediglich verändert. Dies kann zum einen
Abb. 2.2.: Milgrams Realitäts-Virtualitäts Kontinuum
Abb. 2.3.: Skizze über Erweiterte Realität mit Video HMD-Systemen
Abb. 2.4.: Optisches HMD
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