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Es gibt die Möglichkeit, eine solche Verschiebung des Blickfeldes
auszugleichen, indem man Spiegel benutzt und so die Kamerasicht
annährend dem natürlichen Blickfeld angleicht (vgl. Abb. 5.1). Jedoch
geht dieses
Verfahren,
das
ähnlich
einem
U-Bootperiskop
funktioniert, auf Kosten der Größe des Sichtfeldes [Rolland2K].
5.3.4 Verzögerte Darstellung der Realität
Wie in Abschnitt 5.1.1 erklärt wurde, sind Verzögerungen ein
Problem, das immer in einer bestimmten Größenordnung in der
Erweiterten Realität auftreten wird. Im Gegensatz zu Durchsicht-
Systemen wird es bei Videosicht-Systemen jedoch auch immer eine
verzögerte Darstellung der Realität geben, selbst wenn man diese
nicht wie in 5.1.1 vorgeschlagen künstlich verlangsamt. Dies liegt
daran, dass die Daten der Kameras erst durch ein Computersystem
laufen müssen, bevor sie der Benutzer zu sehen bekommt [Azuma97].
5.3.5 Fokussierung
Das menschliche Auge hat die Fähigkeit, sehr schnell die Objekte,
die wir betrachten wollen, scharf zu stellen, also zu fokussieren. Bei
Videosicht-Systemen schaut der Benutzer aber auf Bildschirme, auf
denen alle Objekte dargestellt werden. So hängt es nicht mehr vom Wille des Betrachters ab, welches Objekt er nun
scharf sehen will, sondern von der Kamera, die das Bild liefert. Mit einem Autofokus in den Kameras könnte man dem
ein wenig entgegen wirken [Azuma97].
5.3.6 Totalausfall
Sollte mal der Strom ausfallen oder das Video-HMD aus anderen Gründen versagen, hat der Benutzer gar keine Sicht
mehr. Dieses Problem kann häufiger vorkommen als man glaubt, schließlich reicht ein einziges windowstypisches
Blue-Screen um die komplette Sicht lahm zulegen.
Abb. 5.1.: Skizze der Angleichung von Kamera-
und Benutzerblickfeld
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